Gedanken des Bezirksjugendleiters

Sieger und Verlierer

Herzlich geschätzte junge Schwestern und Brüder, herzlich liebe Leser des JUNA

 

Von unserem Stammapostel haben wir ein erbetenes Motto zum Jahr 2016 erhalten: Siege mit Christus!

Unweigerlich, wenn wir das Wort «Sieg» hören, denken wir auch an Verlierer. Es gibt im Irdischen nur immer einen Sieger, aber jeweils eine Menge Verlierer. Oft hört man bei tragischen Todesfällen nach Krankheit, dass der Todkranke, welcher schlussendlich stirbt, den Kampf verloren hat. Ist er wirklich ein Verlierer? Menschlich und das irdische, vergängliche Leben betrachtet, ja, aber aus Gottes Perspektive gelten da andere Sichtweisen! Jesus wurde von den Ungläubigen oder irdisch Behafteten auch als Verlierer interpretiert nach seinem erlittenen Tod am Kreuz, doch in den Augen der Gläubigen ist er als Sieger und Erlöser erkennbar geworden. Tod wo ist dein Stachel, Hölle wo ist dein Sieg?

Wenn wir also mit Jesus Siege erlangen möchten und mit ihm vereint kämpfen, so ziehen wir mit ihm, dem wahren und menschgewordenen Gott und Seelenfreund, an einem Strick. Wir sind nicht nur «Fans» von Jesu, sondern Mitkämpfer! Ein Fan, der feuert sein Idol an, glaubt zwar an ihn, aber der künftige Sieger muss die ganze Leistung selber und alleine bringen. Der Stammapostel schreibt uns aber in seinen weisen Gedanken: Siegen «mit» Christus! Wir nehmen Christus also bewusst mit in unser Lebensschiff und erleben die echten Siege mit ihm gemeinsam. Wir stellen uns aktiv in seinen Dienst, möchten bewusst mithelfen und nicht nur predigen, «fanen» und ein wenig von ihm sprechen. Wir möchten mit ihm siegen, das heisst mit ihm gemäss seinem Vorbild überwinden. Was möchten wir denn überwinden, welche Tiefen sind da wohl gemeint, die es zu überwinden gilt?

Es sind die menschlichen, irdischen, beschränkten und vergänglichen Sichtweisen, die wir als Verlierer hinter uns lassen möchten. Das gelebte Wesen Jesus lässt uns in kleinen, realistischen Schritten Siege erringen, welche wir in keiner anderen Dimension erleben können. Wenn wir also an ihn glauben, mit ihm aktiv für das Gute kämpfen, geht es nicht um uns persönlich und irdische Profite, sondern um den wahren und echten Sieg, der uns in alle Ewigkeit begleiten wird, bis hin zur verheissenen Herrlichkeit.

Wir werden das erbetene und somit von Gott gegebene Motto unseres Stammapostels wirklich umsetzten können und wahre Siege erleben. Dies können wir dann erleben, wenn wir uns in unseren Entscheidungen völlig in die Hand des Siegers begeben, uns von ihm leiten lassen und wenn wir versuchen, seine Gesinnung in unseren Alltag einfliessen zu lassen. Wenn wir mit ernstlichem Vorsatz dies tun wollen, wird ein ganz grosser Segen auf unserem täglichen Handeln liegen und das allumfassende Wohlgefallen Gottes ist mit dir und mir.

Hier ein paar Gedanken zur konkreten Umsetzung in die Tat:

  • Nach dem Willen Gottes und des Siegers Jesus aktiv nachfragen vor Entscheidungen
  • Immer wieder vergeben und nicht nachtragend sein
  • Dem Frieden dienen
  • Im Nächsten eine durch Gott gegebene unsterbliche Gabe und Seele erkennen, auch wenn die Hülle «Mensch» darum herum unvollkommen erscheint oder uns sogar Sorgen und Meinungsverschiedenheiten bereitet
  • Ein Bettler, ein Asylant oder ein uns sozial grundlegend verschiedener Mensch ist eine Gabe Gottes. Wie begegnen wir diesen Menschen tatsächlich im innersten, ehrlichen Herzen?
  • Vergeben wir immer wieder, wenn uns jemand enttäuscht hat, geben wir neue Chancen, wie wir sie auch immer wieder erhalten?
  • Gnade vor Recht aktiv leben und immer neu dem Nächsten anbieten
  • Echt sanftmütig und demütig sein im täglichen Leben
  • Schlechtes mit Gutem und echter Liebe vergelten
  • Dem Nächsten auch dienen, wenn es uns selber schlecht geht
  • Dem Nächsten dienen ohne Profitgedanken
  • Feinde lieben und ihnen aktiv und ehrlich Gutes entgegenbringen
  • Für den Nächsten in der Liebe beten ohne zu werten oder zu richten
  • Anteil nehmen an den Sorgen der Menschen
  • Immer wieder Gutes tun, aufstehen und im Licht wirken in der Verbindung mit Gott, ohne müde zu werden
  • Das Irdische bedeutet uns nicht alles, aber Gott und sein Werk bedeuten uns alles
  • Sich selber in den Hintergrund stellen und im Vordergrund dem Nächsten dienen
  • Dem Wesen Jesus immer ähnlicher werden wollen
  • Täglich im Gebet verbunden sein mit dem wahren Sieger Christus

Wenn wir auf diese Weise mit dem Sieger Jesus für das wirklich Gute kämpfen, dürfen wir erleben, dass der Verlierer der Böse ist und so in unserem Leben auf der Strecke bleibt. Wir überwinden diese tiefen Abgründe in der gemeinsamen Unterstützung und im Gebet untereinander! Wir entsagen so aktiv dem Bösen und all seinem Werk und Wesen und übergeben uns dem dreieinigen Gott Vater, Gott Sohn und dem Heiligen Geist… Wir erlangen nun wirkliche Siege mit Christus, welche uns selber auch wieder weitertragen in unserem Glauben, über alle Tiefen hinweg zum herrlichen und durch Christus verheissenen Ziel.

Mit herzlichen Grüssen, euer Mitbruder
Stefan (BJL)

 

Gestaltung: Mirjam Haller
Upload: Mirjam Haller